Übergewicht? Abnehmen? Was wirklich dahintersteckt
Diäten, Rezepte, Tabellen, Pläne … eine Milliardenindustrie mittlerweile.
Dabei ist Übergewicht im Grunde gar kein Ernährungsproblem, sondern ein stiller/unbewusster Schrei nach Sicherheit. Einer, der völlig unbewusst auf geistig-seelischer Ebene entsteht und sich in der Materie zeigt. Durch zu viel Materie.
Willst du das lösen, wirst du an der Ursache ansetzen müssen, nicht am Symptom.
Viele Menschen, die mit ihrem Gewicht kämpfen, glauben, sie müssten sich nur mehr zusammenreißen. Mehr Disziplin, bessere Ernährung, ein stärkerer Wille, dann würde es schon funktionieren. Noch eine Diät, ein Fahrrad kaufen, bisschen überwinden, vielleicht noch ein Coaching buchen …
Doch tief im Inneren spüren sie: „Da stimmt etwas nicht. Es geht um mehr.“
Es GEHT um mehr
n meiner schamanischen Arbeit begegnen mir immer wieder Menschen, die sich jahrzehntelang abgemüht haben. Mit Programmen, Verboten, Kontrollstrategien. Und doch hat sich nichts dauerhaft verändert.
Im Gegenteil: Der innere Druck wurde größer, der Selbsthass lauter, die Hoffnung kleiner. Was du vielleicht nicht weißt: Dein Körper versucht nicht, dich zu sabotieren. Er versucht, dich zu schützen.
Kein Zeichen von Maßlosigkeit
Übergewicht ist kein Zeichen von Maßlosigkeit, sondern von Verletzlichkeit.
Wenn der Körper an Gewicht zunimmt, obwohl wir eigentlich wissen, was „richtig“ wäre, dann zeigt er uns etwas, das wir nicht sehen wollen: Eine innere Not, die nie beachtet wurde. Oder eine die falsch beachtet wurde. Das muss nicht mal deine eigene Not sein.
Das Kind schreit? Essen rein, dann ist es still …
Vielleicht gab es in deiner Kindheit keine wirkliche Sicherheit. Vielleicht gab es emotionale Kälte, ständigen Druck oder das Gefühl, nicht wirklich willkommen zu sein. Vielleicht hast du gelernt, dass du nur dann geliebt wirst, wenn du funktionierst. Oder wenn du möglichst unauffällig bist.
All das hinterlässt Spuren. Nicht nur in deinem Verhalten, sondern tief in deinem Nervensystem, in deiner Körperstruktur, in deinem Empfinden. Und es vererbt sich, vielleicht ist diese Unsicherheit gar nicht von dir. Was, wenn es die deiner Eltern ist, oder deiner Großelter oder Urgroßeltern?
Irgendwann findet der Körper einen Weg, damit umzugehen. Er isst. Er speichert. Er polstert. Er schützt.
Der Hunger
Der Hunger kommt nicht aus dem Magen, sondern aus der Seele. Viele Menschen glauben, sie seien „emotional Esser“. Aber in Wahrheit sind sie Menschen mit einem tiefen, alten Mangel, der nie gesehen wurde.
Ein Mangel an Halt. An liebevoller Präsenz. An ehrlicher Zuwendung. Ein Hunger nach Anerkennung. Nach Zugehörigkeit. Nach „Ich bin okay, wie ich bin.“
Wenn dieser seelische Hunger nicht gestillt wird, sucht der Körper nach Ersatz. Er greift nach dem, was verfügbar ist: Nahrung. Nicht weil sie schmeckt, sondern weil sie beruhigt. Weil sie das Nervensystem kurz entspannt. Weil sie wenigstens für einen Moment das Gefühl vermittelt: „Ich existiere. Ich darf da sein.“ … „Ich BIN da“.
Doch danach kommt oft: die Scham. Das schlechte Gewissen. Die Selbstverurteilung. „Ich habe es schon wieder nicht geschafft“. Und damit wird der innere Mangel noch größer.
Disziplin hilft nicht
Disziplin hilft nicht, wenn das Problem tiefer liegt. Die meisten Programme gegen Übergewicht basieren auf Kontrolle. Sie setzen auf Regeln, Kalorien, Verbote, Trainingspläne.
Aber Kontrolle heilt keine Wunde. Im Gegenteil, sie verstärkt nur das Gefühl: „Ich bin falsch. Ich muss mich selbst im Griff haben. Ich bin nicht in Ordnung, wie ich bin.“
Und das ist der wahre Kern: Viele übergewichtige Menschen tragen in sich eine alte, leise Botschaft: „Ich bin nicht okay.“. Sie versuchen, sich zu verändern, nicht aus Liebe, sondern aus Ablehnung.
Doch Veränderung, die aus Ablehnung kommt, führt nie zu Frieden. Sie führt zu neuen Kämpfen. Zu neuen Enttäuschungen. Und oft zu noch mehr Gewicht.
Der Körper ist kein Gegner
Der Körper ist kein Gegner, er ist der weiseste Zeuge unserer Geschichte. Was, wenn dein Körper nicht gegen dich arbeitet? Was, wenn er dich nicht sabotiert, sondern dir etwas zeigen will?
In meiner Arbeit sehe ich immer wieder: Der Körper erinnert sich an alles, was der Kopf vergessen hat.
An die Momente, in denen du allein warst. An die Tränen, die du unterdrückt hast. An die Wut, die nie rausdurfte. An das Anpassen, das Stillsein, den Rückzug, alles aus Angst, nicht mehr geliebt zu werden.
Diese Erfahrungen speichern sich im Körper. Nicht als bewusste Erinnerung, sondern als Spannung. Als Festhalten. Als Panzer. Und manchmal: als Gewicht.
Übergewicht als Ausdruck
Übergewicht ist der Ausdruck einer stillen Sehnsucht nach Sicherheit. Wenn du immer wieder zunimmst, obwohl du „alles richtig machst“, dann geht es vielleicht nicht um Essen. Sondern um etwas Tieferes.
Um den Wunsch, endlich loslassen zu dürfen. Nicht im Sinne von Kontrolle verlieren, sondern im Sinne von: „Ich muss mich nicht mehr schützen. Ich darf mich sicher fühlen.“
Diese Sicherheit kann nicht durch Diäten erreicht werden. Sondern nur durch innere Hinwendung. Durch die Begegnung mit dem Teil in dir, der sich so lange alleine gefühlt hat. Der Essen als Trost benutzt hat, weil niemand sonst da war. Der das Gewicht braucht(e), um nicht unterzugehen.
Wenn dieser Teil gesehen wird, mit Mitgefühl statt Urteil, beginnt etwas in Bewegung zu kommen. Ganz langsam. Ganz still. Und ganz echt. Und dann kannst du Frieden schließen mit dem Kampf und der Verletzlichkeit. Wo auch immer sie ursprünglich hergekommen ist.
Nicht im Kühlschrank
Was wirklich satt macht, liegt nicht im Kühlschrank. Du brauchst keine neue Diät. Du brauchst auch keinen besseren Willen. Du brauchst Verbindung. Zu dir selbst. Zu deinem wahren Empfinden. Zu deiner Geschichte. Und zu dem, was wirklich gefehlt hat.
Satt wirst du nicht durch Kontrolle, sondern durch Kontakt. Mit deinem Körper. Mit deiner Seele. Mit deiner eigenen inneren Wahrheit.
In meiner schamanischen Arbeit begleite ich Menschen an diesen Punkt. Nicht, um ihnen etwas abzunehmen. Sondern um sie mit dem Teil in sich zu verbinden, der nie wirklich satt geworden ist und der genau deswegen heute noch zu viel tragen muss.
Wenn du spürst, dass dein Gewicht eine Geschichte erzählt, die du bisher noch nicht gehört hast, dann bist du nicht allein. Und vielleicht ist genau jetzt die Zeit, diese Geschichte zu hören. Nicht, um sie zu kontrollieren. Sondern um ihr Frieden zu schenken.
Du bist nicht falsch
Du bist vielleicht nur satt geworden an der falschen Stelle. Aber es ist nie zu spät, dich an der richtigen zu nähren. Wenn du bereit bist, schreib mir. Ich kann dir deinen Weg nicht abnehmen, aber ich kann dich begleiten: mail@gerhard-zirkel.com