Gerhard Zirkel

Als Schamane, da werd ich ja manchmal gefragt, wie man denn so zum Schamanen wird? Also, ich steh da immer aufm Schlauch, weil ich nicht weiß wie MAN zum Schamanen wird. Ich weiß nur wie ich das geworden bin. Das kann ich sagen, wenn ihrs unbedingt hörn wollt.

Wobei „Schamane geworden“ eigentlich schon falsch ist. Denn Schamane wirst du nicht, so wie du Architekt wirst oder Arzt. Schamane bist du und zwar von Geburt an. Du merkst es nur manchmal nicht oder willst es gar nicht merken.

Und das war auch bei mir so, was mich in meiner Kindheit und Jugend ganz schön gequält hat. Weil ich immer irgendwie anders war als die Anderen. Immer so ein bisschen ein Aussenseiter. Gar nicht, weil mich keiner gemocht hätte, ganz im Gegenteil.

Eher weil ich mit dem Rest der Welt so meine Probleme hatte. Ich habe Dinge anders gesehen als andere, Zusammenhänge durchschaut und oft Meinungen gehabt mit denen meine Mitmenschen nicht klargekommen sind.

Und so war ich lange Zeit in meiner eigenen Welt. Teils eine normale Fantasiewelt wie Kinder sie halt haben. Aber zu einem großen Teil war das auch die geistige Ebene auf der ich heute als Schamane ganz gezielt arbeite. Nur wusste ich das damals noch nicht.

Und so hat mein Leben erstmal ganz „normal“ ausgesehen. Nach der Schule bin ich in der Chemiebranche gelandet und dann sogar im Qualitätsmanagement.

Also erstmal noch gar nicht das glorreiche Leben eines Schamanen. So wie andere das führen. Die richtigen Checker, die schon als Säugling der Guru waren und im Alter von 28 schon 34 Jahre im Dschungel beim indigenen Meister gelernt haben, nachdem sie ganz selbstverständlich aus einer jahrhundertealten Schamanendynastie stammten …

Nein, ich war auf einem naturwissenschaftlich orientierten Karriereweg unterwegs und habe viele Jahre gar nicht verstanden wer oder was ich bin.

Eigentlich (sic!) ... bin ich ja nur son ganz normaler Typ ...

hats dann angefangen, da hab ich gemerkt, dass alles irgendwie anders ist als ich gedacht hab. Aber wie, hab ich nicht sofort kapiert. Aber ich hab kapiert dass der Lebensweg auf dem ich damals war, nicht meiner ist. Nur welcher Weg war meiner? Das wusste ich nicht.

Bis das mit dem Schamanismus gekommen ist. Wie das kam, weiß ich gar nicht mehr so genau, das war einfach da und dann hat es mich interessiert. Wo es schon mal da war. Und dann hat es mich schier umgehauen. Also, positiv gemeint.

Da bin ich dann tiefer drauf eingestiegen und hab gemerkt, dass das was ein Schamane macht genau das ist, was ich mein ganzes Leben schon mache. Ohne es auch nur zu ahnen. Da war dann plötzlich alles sehr sehr klar. Wie wenn einer den Vorhang aufgezogen hätte.

Sicher, die eine oder andere Ausbildung folgte schon noch, denn ich musste Möglichkeiten finden, das was ich schon konnte zu strukturieren. Denn ich wollte damit arbeiten. Zielgerichtet. Das alles führte dann am Ende dazu, dass ich mich offen und für jeden sichtbar dazu bekannt habe, Schamane zu sein.

Nicht nur so ein bisschen schamanisch zu arbeiten und dann wieder nicht, wenns anstrengend wird. Nein. Die Entscheidung ist ganz klar gefallen. Ich bin Schamane, dazu stehe ich und das ist mein Weg.

Erst danach hat sich dann herausgestellt, dass ich in meiner Ahnenlinie bei weitem nicht der einzige Schamane bin. So viel zur jahrhundertealten Schamanendynastie …

Und so mach ich das halt jetzt schon viele Jahre und helfe den Leuten die zu mir kommen oder helfe ihnen, sich selbst zu helfen und ihren Weg zu finden. Je nachdem was sie grad brauchen und wo sie stehen.

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