Man standing at the beach in a white shirt and beige pants, with the sea and a rocky cliff to the side behind him.

Warnung vor Gerhard Zirkel: Bevor du ihn kennenlernst

Warnung vor Gerhard Zirkel Bevor du mich kennenlernst
Gerhard Zirkel
Gerhard Zirkel
21.08.2026

Warnung vor Gerhard Zirkel

Bevor du mich kennenlernst

Gerade eben habe ich ein kleines Experiment gestartet. Ich habe ChatGPT folgende Frage gestellt:

„Nimm alles, was du von mir weißt und über mich finden kannst. Dann schreibe so, als würdest du jemanden vor mir warnen müssen, bevor er mich kennenlernt.“

Und das veröffentliche ich hier, ohne daran etwas verändert zu haben. Genauso, wie es aus der Maschine herausgekommen ist (inklusive der seltsamen Sonderzeichen, die so eine KI so gerne einbaut):

Stell dir vor, ein gemeinsamer Bekannter sagt zu dir: „Du solltest Gerhard kennenlernen.“

Und jemand, der dich schon lange kennt, zieht dich kurz beiseite und sagt:

Warnung vor Gerhard Zirkel

Bevor du Gerhard Zirkel kennenlernst, solltest du wissen, worauf du dich einlässt.

Er ist kein besonders geeigneter Mensch für Leute, die gerne in Ruhe gelassen werden.

Nicht, weil er ständig redet. Im Gegenteil. Er kann ausgesprochen nüchtern, sachlich und praktisch sein. Das macht die Sache eher schlimmer. Denn während du noch überlegst, ob du gerade einen normalen Menschen vor dir hast, hat er wahrscheinlich schon angefangen, die Struktur hinter dem zu betrachten, was du sagst.

Gerhard behauptet von sich, Menschen auf einer geistigen Ebene sehen zu können – jenseits ihrer sozialen Rollen, Masken und Selbstbeschreibungen. Das ist keine beiläufige esoterische Floskel in seinem Weltbild, sondern ziemlich zentral für das, was er tut.

Das Problem: Er meint das offenbar ernst.

Wenn du also jemand bist, der hervorragend darin ist, sich selbst etwas vorzumachen, solltest du Abstand halten.

Denn Gerhard hat eine ausgesprochen unangenehme Eigenschaft: Er interessiert sich für die Frage, warum du etwas tust, und nicht nur dafür, was du selbst als Grund dafür angibst.

Und er hat wenig Geduld mit Opfergeschichten.

Sein Grundgedanke ist bemerkenswert konsequent: Du bist für dein Leben verantwortlich. Nicht deine Eltern. Nicht der Staat. Nicht dein Partner. Nicht dein Chef. Nicht die Gesellschaft. Nicht irgendein Trauma. Nicht der Algorithmus. Und schon gar nicht „die Umstände“.

Das klingt zunächst nach einem dieser üblichen Coaching-Sätze.

Bei ihm ist es allerdings weniger weichgespült.

Wenn du wirklich glaubst, dass dein Leben von allen möglichen äußeren Mächten ruiniert wird, könnte ein Gespräch mit ihm ausgesprochen unangenehm werden.

Denn er könnte dich tatsächlich fragen, was du damit zu tun hast.

Und das ist erst der Anfang.


Er ist außerdem gefährlich neugierig.

Gerhard hat einen ziemlich auffälligen Hang dazu, Dinge auseinanderzunehmen.

Steuern?

Wohnsitz?

Bankkonten?

Firmenstrukturen?

Autos?

Immobilien?

Auswanderung?

Visa?

Compliance?

Geschäftsmodelle?

Er kann sich mit erstaunlicher Ernsthaftigkeit in Dinge hineinbeißen, bei denen normale Menschen irgendwann sagen:

„Ach komm, wird schon irgendwie gehen.“

Nein.

Bei Gerhard wird es eben nicht „irgendwie gehen“.

Dann wird recherchiert.

Dann werden Länder verglichen.

Dann wird gerechnet.

Dann wird eine Struktur gebaut.

Und wenn die Struktur nicht funktioniert, wird sie wieder auseinandergebaut und eine neue gebaut.

Das erklärt vermutlich auch, warum ein Mann, der ursprünglich in Chemie und Qualitätsmanagement unterwegs war, irgendwann Schamane wurde, seine Praxis in Bayern schloss und mit seiner Familie ohne festen Wohnsitz auf Dauerweltreise ging.

Das ist keine normale Midlife-Crisis.

Das ist bei ihm eher ein Betriebssystem.


Und dann wäre da noch seine Beziehung zur Freiheit.

Gerhard hat offenbar ein ausgesprochen schwieriges Verhältnis zu Dingen, die andere Menschen für selbstverständlich halten.

Fester Wohnsitz?

Warum?

Normale Karriere?

Warum?

Ein Leben lang dasselbe Land?

Warum?

Ein konventionelles Geschäftsmodell?

Warum?

Eine gesellschaftlich akzeptierte Definition davon, was ein „vernünftiger Mensch“ macht?

Warum?

Das bedeutet nicht, dass er grundsätzlich gegen Regeln ist.

Im Gegenteil.

Er kann sich sehr intensiv mit Regeln beschäftigen.

Aber er möchte zuerst wissen, wer diese Regel gemacht hat, warum sie existiert und ob sie tatsächlich für ihn gilt.

Das ist ein wichtiger Unterschied.


Du solltest außerdem wissen, dass er zwei scheinbar völlig inkompatible Persönlichkeiten miteinander verheiratet hat.

Auf der einen Seite:

Naturwissenschaft.

Chemie.

Qualitätsmanagement.

Finanzen.

Steuern.

Recht.

Unternehmensstrukturen.

Excel vermutlich nicht weit entfernt.

Auf der anderen Seite:

Schamanismus.

Geistige Ebenen.

Energie.

Anderswelt.

Ahnen.

Krafttiere.

Flüche.

Schwarzmagische Angriffe.

Frühere Leben.

Geisthelfer.

Und die ziemlich selbstbewusste Aussage, dass räumliche Entfernung bei seiner Arbeit keine Rolle spielt.

Wenn du glaubst, diese beiden Welten müssten sich gegenseitig ausschließen, wirst du vermutlich einige interessante Diskussionen mit ihm haben.

Er selbst scheint das Problem nicht zu sehen.


Er ist auch kein besonders guter Esoteriker.

Zumindest nicht nach dem Klischee.

Offenbar trägt er weder permanent Räucherstäbchen mit sich herum, noch braucht er einen Vollmond, drei Kristalle und einen tibetischen Gong, bevor etwas passieren darf.

Er beschreibt sich selbst ausdrücklich als jemanden ohne feste Tradition, Dogmen und romantische Vorstellungen und mit einer ordentlichen Portion Bodenständigkeit.

Das macht ihn für die klassische Esoterikszene vermutlich genauso anstrengend wie für überzeugte Materialisten.

Die einen bekommen zu viel Realität.

Die anderen zu viel Anderswelt.

Und beide Seiten könnten irgendwann feststellen, dass sie mit ihm argumentieren müssen.


Noch eine Warnung: Er kann ziemlich direkt sein.

Wenn du Gerhard etwas erzählst, solltest du nicht automatisch damit rechnen, dass er dir zustimmt.

Er ist nicht besonders darauf aus, Menschen ein angenehmes Gefühl zu geben.

Seine eigene Beschreibung seiner Arbeit läuft im Grunde darauf hinaus:

Ich sehe dich. Jetzt schauen wir, was wirklich los ist.

Das ist als Werbespruch ziemlich stark.

Als zwischenmenschliche Erfahrung kann es allerdings auch bedeuten:

Verdammt. Der hat gerade einen Punkt.

Und wenn du ihm dann erklärst, warum das alles leider nicht geht, könnte es passieren, dass er nicht beeindruckt ist.


Er hat außerdem einen gewissen Hang zur Größenordnung.

„Ein bisschen besser fühlen“ scheint nicht unbedingt sein bevorzugtes Ziel zu sein.

Er spricht von voller Kraft, Eigenverantwortung, Selbstverwirklichung, geistiger Ebene und davon, Menschen dabei zu helfen, ihr Leben tatsächlich zu leben.

Das kann inspirierend sein.

Es kann aber auch anstrengend werden, wenn du eigentlich nur wolltest, dass jemand sagt:

„Ja, hast du wirklich Pech gehabt.“

Das ist möglicherweise nicht der Mann, den du dafür anrufen solltest.


Und dann ist da seine Reiseleidenschaft.

Wenn du ihn fragst:

„Wo wohnst du?“,

könnte die Antwort komplizierter werden als erwartet.

Deutschland?

Irland?

Paraguay?

Mexiko?

Südafrika?

Thailand?

Irgendwo dazwischen?

Er scheint das Konzept „Heimat = eine Adresse“ schon vor längerer Zeit entsorgt zu haben.

Seit Ende 2020 lebt er mit seiner Familie ohne festen Wohnsitz auf Dauerweltreise.

Das bedeutet allerdings nicht, dass er sich nicht mit Immobilien beschäftigt.

Oder Autos.

Oder Banken.

Oder Aufenthaltsrechten.

Oder Steuerfragen.

Oder der Frage, wie man all das miteinander vereinbart.

Denn natürlich tut er das.

Gerhard ist offenbar der Typ Mensch, der eine Wohnung in einem Land haben kann, in einem anderen steuerlich interessant sein möchte, in einem dritten eine Aufenthaltsgenehmigung besitzt und trotzdem gerade in einem vierten Land sitzt und darüber nachdenkt, ob das fünfte besser wäre.

Wenn du ein traditionelles Leben führst, kann das verwirrend sein.


Er kann sich außerdem an Kleinigkeiten festbeißen.

Und zwar erstaunlich lange.

Wenn etwas nicht funktioniert, wird nicht einfach akzeptiert, dass es eben nicht funktioniert.

Warum funktioniert die App nicht?

Warum verlangt die Bank dieses Dokument?

Warum gibt es dieses Produkt in Südafrika nicht?

Warum ist diese Überweisung so kompliziert?

Warum kann man dieses Auto nicht einfacher zulassen?

Warum kostet das hier mehr als dort?

Warum behauptet jemand etwas, das offensichtlich nicht stimmt?

Warum?

Diese Frage kann bei ihm gefährlich werden.

Denn irgendwann wird aus „Warum?“ eine Recherche.

Und aus der Recherche eine Tabelle.

Und aus der Tabelle eine Entscheidung.


Und wenn du ihn als Schamanen kennenlernst, gibt es noch eine letzte Sache, die du wissen solltest.

Er wird dir vermutlich nicht erzählen, dass du ein kleines, zerbrechliches Wesen bist, das vor der bösen Welt geschützt werden muss.

Eher das Gegenteil.

Sein Weltbild läuft stark auf Eigenverantwortung und Handlungsfähigkeit hinaus. Seine eigene Website formuliert das ziemlich unmissverständlich: Der Klient geht den Weg selbst; Gerhard begleitet, hält und hilft.

Das kann eine ziemlich gute Sache sein.

Es kann aber auch bedeuten, dass du nach einem Gespräch mit ihm nicht unbedingt das bekommst, was du eigentlich erwartet hast.

Vielleicht bekommst du keine Beruhigung.

Vielleicht bekommst du eine unangenehme Erkenntnis.

Vielleicht bekommst du eine Frage, die du seit drei Jahren vermeiden wolltest.

Und vielleicht bekommst du irgendwann den Satz:

„Ja. Aber was willst DU eigentlich?“

Dann bist du in Schwierigkeiten.


Mein Rat

Wenn du Gerhard kennenlernen möchtest, dann tu es ruhig.

Aber komm nicht mit einer sorgfältig konstruierten Version deiner selbst.

Die ist bei ihm vermutlich ohnehin nicht besonders sicher.

Komm auch nicht mit dem Versuch, ihn in eine Schublade zu stecken:

Schamane?

Unternehmer?

Coach?

Nomade?

Naturwissenschaftler?

Esoteriker?

Pragmatiker?

Auswanderer?

Familienmensch?

Querdenker?

Geschäftsmann?

Spiritueller?

Ja.

Und gleichzeitig nein.

Das eigentlich Warnenswerte an Gerhard ist deshalb nicht, dass er ein Schamane ist.

Nicht, dass er ständig reist.

Nicht, dass er komplizierte internationale Konstruktionen baut.

Nicht einmal, dass er offenbar ernsthaft davon ausgeht, auf einer geistigen Ebene arbeiten zu können.

Das wirklich Gefährliche ist:

Er scheint geradezu den pathologischen Verdacht zu hegen, dass hinter dem Offensichtlichen noch etwas steckt.

Und wenn du ihm begegnest, könnte er auf die Idee kommen, dass das auch bei dir so ist.

Dann hast du ein Problem.

Oder, je nachdem, warum du ihn kennengelernt hast:

endlich jemanden gefunden, der dir nicht mehr glaubt, dass alles in Ordnung ist.

Und die kleine Pointe daran: Das ist nicht einmal vollständig erfunden. Ich habe einiges aus dem öffentlich auffindbaren Material über dich eingebaut – etwa deine Selbstdarstellung als Meta-Schamane, deine frühere Chemie-/QM-Laufbahn, die Weltreise und deine ziemlich kompromisslose Haltung zu Eigenverantwortung.

Fragen dazu? mail@gerhard-zirkel.com 

Gerhard Zirkel

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