Heiliger Raum / Schutzraum

Heiliger Raum / Schutzraum

Unter dem Heiligen Raum versteht der Schamane einen geistigen Schutzraum, einen energetischen Rahmen in dem seine schamanische Arbeit stattfinden kann.

Es gibt mehrere Gründe die den Heiligen Raum sinnvoll erscheinen lassen. Zuerst einmal sorgt er dafür, dass die schamanische Arbeit in einem geschützten Rahmen stattfindet. Einflüsse von Aussen werden gedämpft, bis auf die, die man explizit in die Arbeit mit einbezieht.

Man kann es vergleichen mit dem Schließen der eigenen Bürotür um in Ruhe telefonieren zu können. Es geht auch mit offener Tür, aber man wird dann eben laufend gestört.

Aber es geht nicht nur um Schutz, der Schamane bittet dabei auch um die Mithilfe seiner Spirits und ggf. der Ortsgeister bzw. der Geister des Klienten.

Das Eröffnungsritual setzt einen klaren Startpunkt für die schamanische Arbeit und das Ritual zur Schließung beendet sie wieder, beides zu einem klaren Zeitpunkt.

Wann wird der heilige Raum eröffnet

Grundsätzlich wird der Heilige Raum vor jeglicher Art der Schamanischen Arbeit eröffnet. Ob nun mit Klienten gearbeitet wird oder alleine und egal ob der Schamane in seiner Praxis arbeitet oder an anderen Orten.

Vor jeder Arbeit wird er eröffnet und danach wieder geschlossen. Wobei das im Praxisbetrieb nicht nach jedem Klienten geschehen muss. Der Heilige Raum kann offen bleiben bis die Arbeit des Tages erledigt ist.

Wie wird der Heilige Raum aufgebaut

Dazu gibt es kein definitives Rezept, denn die Art und Weise wie das gemacht wird, war und ist in allen Kulturen verschieden. Ein Mongolischer Schamane wird andere Rituale dafür haben wie ein Peruanischer und der wiederum andere als ein Deutscher Schamane.

Eine grundsätzliche Möglichkeit ist zum Beispiel das Anrufen der Himmelsrichtungen plus Mutter Erde und Vater Himmel. Entweder in Worten oder in Gebeten oder in Gesängen oder einfach in stiller Andacht.

Gerne werden die viel Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft dazugerufen. Man kann seine Geisthelfer und Krafttiere um Hilfe und Führung bitten, die Ahnen, hilfreiche Naturwesen und auch ggf. die Spirits des Klienten.

Es wird um Schutz gebeten, aber auch um die nötige Energie für die Arbeit. Es wird aktive Hilfe angefragt und Dank gesprochen.

Man kann sich dazu den Himmelsrichtungen zuwenden und beispielsweise etwas räuchern. Je nach Anwendungsfall muss es auch gar nicht zwingend ein Ritual sein. Ein erfahrener Schamane kann einen Heiligen Raum innerhalb Sekunden aufbauen ohne dass ein Aussenstehender das mitbekommt.

Oder er macht ein halbstündiges Ritual draus, wenn das ratsam erscheint und/oder der Klient es möglicherweise so erwartet und braucht.

Auch hier gilt, dass der eigentliche Vorgang auf geistiger Ebene stattfindet und an sich weder Zeit noch Raum braucht, also auch nicht zwingend sichtbar werden muss.

Das Schließen des Heiligen Raums erfolgt am Ende der Arbeit oft in umgekehrter Reihenfolge wie die Eröffnung. Aber auch das muss nicht zwingend so sein und hängt vom Anwender und dem Anwendungsfall ab.

Möchtest du lernen wie es in der Praxis geht und es selber ausprobieren? Dann ist sicher mein Einsteigerseminar eine Überlegung wert.

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