Jez geht’s ja wieder rein, in die dunkle Jahreszeit. Weihnachten steht vor der Tür und seit Anfang Oktober schon in den Regalen. Die Nächte werden wieder länger, die Tage kürzer und bei manchem die Stimmung düsterer.

Klar, weniger Licht, weniger Wärme, mehr drinnen, weniger draußen, das spielt da alles mit rein. Aber nicht nur. Denn in der dunklen Jahreszeit, da tun sich so manche Dinge, die man auf Anhieb nicht gleich so richtig einordnen kann.

Da spüren wir plötzlich Sachen die wir sonst nicht spüren, unsere Wahrnehmung verändert sich, so manches Thema das wir im Sommer supergut überspielen können, holt uns jetzt doch ein. Und so wurschteln wir uns halt so durch und hoffen drauf, dass es bald Frühling wird.

Bei diesem ganzen Durchwurschteln übersehen wir allerdings was für eine riesen Chance wir da verpassen. Denn wenns am dunkelsten ist, stehen auch die Tore zur geistigen Welt und damit auch die Tore zu uns selbst und unserem Innersten weit offen.

Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir uns um uns selber kümmern?

Tun wir das, stolpern wir unweigerlich über den Begriff der Rauhnächte. Aber was sind denn diese Rauhnächte? Wo kommen sie her? Und was fangen wir mit ihnen an? Und wieso sind die Rauhnächte auch die „Zeit zwischen den Jahren“?.

Letzteres ist leicht zu beantworten, das geht nämlich auf den Mondkalender zurück. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten hat nämlich nur 354 Tage, da fehlen also irgendwie 12 Nächte. Und die hat man dann eben als die Nächte zwischen den Jahren bezeichnet.

Allerlei Brauchtum hat sich um diese Zeit herum entwickelt, darauf will ich hier gar nicht eingehen, denn das lässt sich nachlesen, da gibt’s unzählige Bücher drüber und das Internet ist voll von Informationen.

Was mir viel wichtiger ist, ist die Frage, was sich denn in dieser Zeit tut? Und wann diese Zeit eigentlich genau ist? Denn auch dazu gibt’s eine Menge Meinungen, da wird gestritten ob die Rauhnächte nun am 21. Dezember zur Wintersonnenwende anfangen oder doch erst am 24. Dezember. Ob es 12 Nächte sind oder nur drei oder mehr als 12 … und und und …

Das ist alles völlig schnuppe! Denn die Tore zur geistigen Welt öffnen sich nicht minutengenau um eine bestimmte Zeit und machen dann wieder dicht. Es gibt kein Ladenschlussgesetz für Rauhnächte.

Nein, das beginnt schleichend und endet auch so. Je nachdem wie spürig jemand ist, kann sich der Beginn dieser Zeit durchaus schon Anfang Dezember oder noch früher bemerkbar machen. Lassen wir also die exakte Terminplanugn aussen vor. Viel wichtiger ist die Frage, was sich denn da nun genau tut?

Was gar nicht so leicht zu beantworten ist. Sicher, die Tore zur geistigen Welt öffnen sich. Ok, wenn jez einer nich weiß was die geistige Welt ist, kann er damit nicht viel anfangen. Lasst es mich ma so erklären: Die geistige Welt ist die Geistebene aus der alles Materielle entsteht. Also quasi das wo wir herkommen, das wo die Seele wohnt.

Jeder inkarnierte Mensch befindet sich nicht nur hier auf diesem Planeten sondern gleichzeitig auch auf der geistigen Ebene. Manchmal nennen wir das unser „höheres Selbst“. Und nicht nur wir sind da, sondern eine ganze Menge an Wesenheiten.

Seien es die Naturwesen oder die himmlischen Wesenheiten oder was auch immer uns da so begegnen mag. Im normalen Alltag sind diese Welten meist getrennt, wir haben kaum Zugang, es sei denn wir suchen ihn gezielt.

In der Zeit zwischen den Jahren ist das anders, die Trennung wird dünner, wir bekommen den Zugang leichter. Und damit auch den Zugang zu uns selber.

Die Auswirkungen:

Manche schlafen schlecht in dieser Zeit, die Gedanken kreisen, alte Themen die man längst als erledigt betrachtet hat kommen wieder hoch. Ängste, Unsicherheiten, solche Dinge kommen vermehrt ins Bewusstsein und wollen angeschaut werden.

Dein Umfeld flippt aus und das nicht, weil an Weihnachten immer Stress ist. Nein, an Weihnachten ist Stress weil Rauhnächte sind. Das merken die meisten Menschen nur nicht, sie versuchen vor sich selbst wegzulaufen und das geht am besten in der Fußgängerzone beim Shopping. Möglichst viel, möglichst laut, möglichst bunt.

Und dann sind sie wieder Zuhause und fallen in ein Loch … es sei denn sie finden auch dort was, womit sie sich ablenken können. Geschenke einpacken, den Heiligabend minutiös planen, der Familie auf den Keks gehen … solche Dinge halt.

Wer mit sich selbst schon einen Schritt weiter ist, wird gezielter wahrnehmen was sich tut. Er oder sie wird die Themen spüren die noch zu lösen sind, wird einen Ausblick bekommen wo die Reise hingehen kann, wird nicht nur Chaos spüren sondern auch Klarheit.

Was kann ich tun?:

Nichts! Also, damit meine ich nicht, dass du nichts dagegen tun kannst. Sondern, dass du in dieser Zeit öfter mal bewusst nichts tun sollst. Setz dich auf die Couch und sitz da. Lauf nicht davon, lass die Themen hochkommen. Meditier, wenn dir danach ist. Hör Musik wenn dir danach ist. Hör auf zu denken, wenn du das schaffst. Geh bewusst in die Stille, mach den Rummel nicht mit und lass dich von deinen Liebsten nicht mit reinziehen.

Und wenn du das machst, dann hast du die Voraussetzungen geschaffen, von der engen Verbindung zur geistigen Welt zu profitieren. Dazu musst du gar nicht besonders viel können oder wissen. Klar, wenn du Schamane bist, dann reist du natürlich mehr als sonst in die Anderswelt. Wenn du Heiler bist ebenso. Wenn du viel meditierst, meditierst du intensiver.

Aber wenn du das alles nicht kannst oder willst, dann sitz einfach auf deiner Couch und lass das Leben laufen wie es laufen mag. Zieh das durch und du wirst merken, dass das neue Jahr viel entspannter beginnt als sonst.

Du musst nichts tun zwischen den Jahren! Du musst nichts darstellen zwischen den Jahren! Du musst nichts können zwischen den Jahren! Und du musst auch nicht die ganze Familie einladen!

SEI einfach! Und umgib dich mit Menschen die dir wirklich gut tun, wenn sie dir gut tun. Wenn nicht, dann nicht. So einfach is das.

Und wenn du dabei Unterstützung haben willst, dann gibts für dich das Rauhnachtsspecial 2019/2020